Beim Grillen am Weber Grill auf die Nieren achten!

Die Nieren erfüllen vielfältige Aufgaben. In erster Linie sind sie für die Ausscheidung bestimmter Endprodukte des Stoffwechsels sowie von Giftstoffen zuständig. Dazu wird Harn gebildet, der schließlich aus dem Körper ausgeschieden wird. Zudem tragen die Nieren entscheidend zum Wasserhaushalt des Körpers bei, sorgen also dafür, dass der Blutdruck langfristig eingestellt wird. Darüber hinaus regulieren die Nieren den Säure-Basen-Haushalt sowie den Elektrolythaushalt des Körpers. Außerdem produzieren die Nieren diverse Hormone und greifen so unter anderem auch in die Blutbildung ein. Aufgrund ihrer Bedeutung für den Körper sollte ein besonderes Augenmerk auf die Gesundheit der Nieren gelegt werden. Nierenerkrankungen treten manchmal schneller auf, als mancher denkt. So kann es etwa schon genügen, wenn man leicht bekleidet im kühlen Abendwind vor dem Weber Gasgrill sitzt, um eine Blasenentzündung heraufzubeschwören, die sich leicht zu einer Nierenbeckenentzündung weiterentwickeln kann.

Besonders schmerzhaft: die Nierenbeckenentzündung

Eine Nierenbeckenentzündung ist eine meist durch Bakterien hervorgerufene Infektion, die das Nierenbecken und seltener auch das Nierengewebe betrifft. Man differenziert zwischen akuten und chronischen Verläufen, deren Unterschied zum Beispiel bei www.netdoktor.de erklärt wird. Frauen sind von Nierenbeckenentzündungen etwa zwei- bis dreimal häufiger betroffen als Männer. Häufigste Ursache für diese Erkrankung sind Blasenentzündungen. Die Keime wandern hierbei über die Harnleiter bis ins Nierenbecken und verursachen dort starke Beschwerden. Hohes Fieber, starke Schmerzen an den Körperseiten und Übelkeit gehören zu den häufigsten Symptomen, dieser schwer verlaufenden Krankheit. Unterbleibt die Behandlung einer Nierenbeckenentzündung, besteht die Gefahr, dass sich kleinere Abszesse in der Niere bilden, die letzten Endes in einem chronischen Verlauf der Krankheit münden. Die Gefahr hierbei ist, dass eine chronische Nierenbeckenentzündung die Niere im Lauf der Zeit stark schädigen kann, sodass es im schlimmsten Fall zum Nierenversagen kommen kann. Dann wird eine Dialyse notwendig.

Dialyse: wenn die Nieren versagen

Versagen die Nieren, werden die Stoffwechselendprodukte sowie Giftstoffe nicht mehr aus dem Blut entfernt. Der Körper vergiftet sich somit selbst. Deshalb ist eine künstliche Blutwäsche nötig, die Dialyse. Sie wurde 1946 zum ersten Mal erfolgreich am Menschen durchgeführt und hat seitdem etlichen Patienten das Leben gerettet. Regelmäßige Dialysebehandlungen gibt es ab 1965. Es werden mehrere Verfahren eingesetzt. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen außerhalb des Körpers (extrakorporal) erfolgenden Dialyseverfahren und nicht-extrakorporalen Blutwäschen. In den meisten Fällen kommen extrakorporale Verfahren zum Einsatz. Am gebräuchlichsten ist dabei die Hämodialyse. Diese funktioniert nach dem Prinzip der Osmose (siehe http://de.wikipedia.org/wiki/Osmose). Die Giftstoffe und das überschüssige Wasser werden mittels einer semipermeablen (halbdurchlässigen) Membran entfernt. Um eine Hämodialyse durchführen zu können, muss der Patient ausreichend kreislaufstabil sein, über genügend Blutvolumen verfügen und zudem ein guter Zugang (arteriell oder venös) vorhanden sein. In der Regel wird hier mit Shunts gearbeitet, die operativ angelegt werden. Meist befindet sich der Shunt am Ober- oder Unterarm, in seltenen Fällen aber auch am Oberschenkel.

Ablauf der Dialyse

Das Blut wird durch den Shunt aus dem Körper geleitet und dem sogenannten Dialysator zugeführt. Hier fließt es an den semipermeablen Membranen vorbei und wird dabei gereinigt. Nach dem Reinigungsvorgang wird das Blut über eine Vene in den Körper zurückgeleitet. Patienten, die lebenslang auf eine Blutwäsche angewiesen sind, müssen diese Prozedur in der Regel dreimal pro Woche durchführen lassen. Eine Sitzung dauert dabei zwischen vier und sechs Stunden. Die Durchführung der Dialyse kann entweder im Krankenhaus, einem Dialysezentrum oder sogar zu Hause stattfinden.

Nicht für die Nieren gedacht: der Nierengurt

Auch wenn der Name etwas anderes vermuten lässt, Nierengurte sind nicht zum Schutz der Nieren vor Auskühlung gedacht. Eine Unterkühlung dieser Organe ist nämlich so gut wie unmöglich. Vielmehr schützen Nierengurte die Muskulatur der Lendenwirbelsäule vor dem Fahrtwind, der beim Motorradfahren entsteht, und beugen auf diese Weise Verspannungen vor, die zu Schmerzen führen können. Es gibt sogar Nierengurte, die beheizbar sind, wie zum Beispiel dieses Modell. Nierengurte werden aber nicht nur von Motorradfahrern getragen. Auch Kraftsportler und Gewichtheber benutzen sie, um den Bauchraum vor den hohen Belastungen zu schützen, die bei der Ausübung ihres Sports auftreten können.